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Betrifft: Pädophile im Internet

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wie Sie hoffentlich gehört haben, berichtete Stern - TV in der letzten Zeit über die Aktivitäten von Pädophilen im Internet. Die Beiträge machten auf erschreckende Weise deutlich, wie ungeschützt Kinder solchen Triebtätern ausgesetzt sind.

Und die Beiträge machten auch deutlich, dass das Internet offensichtlich ein weitestgehend rechtsfreier Raum ist, in dem Pädophile sich ungestraft an Kinder und Jugendliche heranmachen und sich an diesen auf unterschiedlichste Weisen vergehen können.

Viele Internet-Foren beschäftigen sich seit langem und nach den Stern-TV-Berichten verstärkt mit diesem Thema. Mit Verwunderung, ungläubigem Staunen und großer Fassungslosigkeit muss man zur Kenntnis nehmen, dass es im Internet Foren gibt, in denen Pädophile sich öffentlich und ungehindert nicht nur austauschen und über ihre Neigungen und Absichten schreiben können, sondern auch sehr detailliert über ihre Praktiken berichten, wie man z.B. am leichtesten an Kinder kommen bzw. die Eltern von der Harmlosigkeit ihrer Person überzeugen kann, damit diese ihre sexuellen Begehrlichkeiten nicht erkennen können.

Auf der Startseite eines der Foren heißt es, dass die Gemeinsamkeit der Mitglieder im gefächerten Interesse an vorpubertären und pubertären Mädchen liege und dass dieses Interesse auch eine sexuelle Komponente habe.

Oft führen Pädophile als Rechtfertigung für ihr Handeln das Einverständnis des Opfers an bzw. bemühen sie pseudo-wissenschaftliche Ergebnisse, die die "Unschädlichkeit" des sexuellen Missbrauchs *beweisen* sollen.

In einem einschlägigen Forum schreibt beispielsweise ein Benutzer, er denke, dass einige Kinder nicht nur sexuelle Handlungen wollen, sondern diese auch noch genießen. Und er fügt hinzu, dass er glaube, die sexuellen Erfahrungen seien positiv für die Entwicklung des Kindes.

Diese Sichtweise ist nicht nur erschütternd und unerträglich, sondern aus psychologischer Sicht für die meisten betroffenen Kinder schädlich. Und diese Schädigungen sind oft nur mit hohem finanziellen Aufwand durch Psychotherapien aufzuarbeiten. Grundsätzlich bleiben die Biographien dieser betroffenen Kinder belastet, oft ein Leben lang!

Unter Berufung auf die angebliche *Einvernehmlichkeit* der sexuellen Kontakte zwischen ihnen und Kindern fordern Pädophile die Legalisierung, Toleranz und gesellschaftliche Akzeptanz ihres gegen alle gültigen Normen verstoßenden, schädlichen Tuns.

Bei der Verbreitung der Einvernehmlichkeitslüge berufen sich die Pädokriminellen immer wieder auf das Recht der freien Meinungsäußerung, auf ein unbestritten hohes, schützenswertes Gut, das in unserer Verfassung verankert ist. Aber dieses Recht wird von den Pädophilen benutzt, um die berechtigten Interessen anderer Menschen zu verletzen, nämlich die Rechte von Kindern, ihr Recht auf Schutz vor sexuellem Missbrauch.

Volksverhetzung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ist verboten, die Einvernehmlichkeitslüge als Rechtfertigungsargument für ein strafbares, verabscheuungswürdiges Handeln, für Kindesmissbrauch, ist hundertfach in den einschlägigen Foren nachzulesen und bleibt ohne strafrechtliche Konsequenz.

Die bei den Kindern auftauchenden psychischen Störungen werden als Folge des Missbrauchs geleugnet; vielmehr wird behauptet, dass diese Störungen Folge der *intoleranten* gesellschaftlichen Reaktion seien.

Kinder sind Erwachsenen gegenüber keine gleichwertigen Partner. Sie sind ihnen in vielerlei Hinsicht unterlegen: sprachlich, körperlich, emotional. Das Bedürfnis von Kindern nach körperlicher und emotionaler Zuwendung wird von Pädophilen mit ihrem Bedürfnis nach sexueller und erotischer Befriedigung schamlos ausgenutzt.

Einige Internetuser trafen sich zur Vorbereitung dieser Onlinepetition in einem Spieleforum, um dort gemeinsam zu überlegen, was man gegen das rege Netzwerk von Pädophilen-Seiten unternehmen kann. Schon nach kurzer Zeit meldeten sich in diesem Board unaufgefordert bekennende Pädophile, um dort in agitatorischer Weise *Werbung* für sich und ihre Veranlagung zu betrieben. Ihre Argumentations- und Rechtfertigungsstrategien und ihre oben geschilderten Sichtweisen sind hier in aller Deutlichkeit und kompakt nachzulesen:

http://www.spiele-board.de/forum/ftopic137.html

Weitere Pädoseiten-Links können auf www.OnlinePetitionen.de eingesehen werden.

Warum ist es in so erschreckendem Maße möglich, dass sich Pädophile im Internet unglaublich viele öffentliche Plattformen schaffen können, wo sie ungehindert und - ohne strafrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen - ihren abartigen Neigungen nachgehen können?

Wie sieht es aus mit der wissenschaftlichen Erforschung der pädophilen Veranlagung? Wo liegen die Ursachen? Gibt es beispielsweise biologische Ursachen, die es fachlich zu behandeln gelte?

Hat eine Kombination von medikamentösen und therapeutischen Maßnahmen Aussicht auf Erfolg?

Wenn man sich auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen begibt, findet man nur sehr wenige, zum Teil sich widersprechende Angaben, d.h. in diesem Bereich gibt es offensichtlich Klärungs- und Forschungsbedarf.

Die dringenden Fragen können nur beantwortet werden, wenn Forschungsstudien fundierte Kenntnisse liefern, damit dann als Folge therapeutische Maßnahmen erfolgen können, um potentielle Täter gar nicht erst zu tatsächlichen Tätern werden zu lassen.

Das Institut für Sexualmedizin der Charité in Berlin startet im Juni ein bisher einmaliges Präventionsprojekt mit pädophil veranlagten Männern mit dem Titel *Kein Täter werden*. In diesem Projekt sollen *Möglichkeiten präventiver Therapie zur Verhinderung bzw. Vorbeugung sexueller Übergriffe auf Kinder untersucht werden.*

Ist es richtig, dass dieses Projekt von der Volkswagen-Stiftung Hannover und der Opferschutzorganisation Hänsel+Gretel finanziert wird und sich staatliche Stellen an der Finanzierung dieser Präventivmaßnahme nicht beteiligen?

Muss eine Opferschutzorganisation die Therapie der potentiellen Täter bezahlen, weil staatliche Gelder nicht zur Verfügung gestellt werden?

In Artikel 34 (Schutz vor sexuellem Missbrauch) der UN-Kinderrechtskonvention, die 1992 in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft trat, heißt es unter anderem:

*Die Vertragsstaaten verpflichten sich, das Kind vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Mißbrauchs zu schützen. Zu diesem Zweck treffen die Vertragsstaaten insbesondere alle geeigneten innerstaatlichen...Maßnahmen...*

Wir fordern die finanzielle Förderung von Präventions- und Forschungsprojekten.

Denn: Prävention ist Opferschutz!

Wir fordern eine gründlichere Aufklärung, vor allem zur Vielfalt der Pädophilie.

Wir fordern die finanzielle Unterstützung von Hilfs- und Schutzorganisationen.

Wir fordern gesetzliche Nachbesserungen in Bezug zur „Einvernehmlichkeitslüge“.

Ihre Antwort wird, sofern Sie dem zustimmen, auf www.onlinepetitionen.de veröffentlicht, weil sehr viele Bürger daran interessiert sind zu erfahren, wie ihre gewählten Volksvertreter zum geschilderten Problem stehen, was Sie unternommen haben bzw. zu unternehmen gedenken gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und offenem Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Täter im Internet.

Mit freundlichem Gruß

Herr Max Mustermann
Musterstraße 1
00000 Musterstadt


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