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Mail von Nora Mehenni:

Hallo, Online-Petitionsteam,


ich möchte mich kurz vorstellen.


Meine Name ist Nora Mehenni. Meine Tochter Angelina (7) ist am 13.10.2004 von dem 17jährigen Sohn einer Freundin in den Keller gelockt worden, wo er sie missbraucht und erdrosselt hat. Er hat die Leiche von meiner Tochter wie ein Paket zusammengeschnürt und in einen Umzugskarton gesteckt. Den Karton hat er, während er sich an der Suche beteiligt hat, auf dem Balkon der elterlichen Wohnung versteckt.

Während der Verhandlung kamen wie immer die schlauen Gutachter und haben versucht, ihm eine Krankheit unterzuschieben, weil ja sonst kein Mensch so etwas machen würde. So, wie der Fall der Justiz übergeben worden ist, war klar, dass der Täterschutz vor dem Opferschutz steht. Da der Täter noch jugendlich war, bestand keine Möglichkeit der Nebenklage, und so musste ich um alles kämpfen, wie z.B. um die Anwesenheit im Gerichtssaal und auch um die Möglichkeit meiner Zeugenaussage. Trotz mehrfacher Anfragen wurden mir die Akteneinsicht und die Einsicht in die Abschriften der Gutachten verwährt. Der Täter war der Polizei nicht unbekannt. Er fiel auf durch Schlägereien und Diebstähle sowie körperliche Bedrohungen. Er lebte in einer Familie mit schwierigen Verhältnissen und wurde des öfteren in Pflegefamilien untergebracht sowie in einem Heim für schwererziehbare Kinder. Dennoch hat keiner gemerkt, dass er anscheinend ein Problem hat, was man Borderline-Syndrom nennt. Ich bin der Überzeugung, dass es nicht stimmt und es nur eine Entschuldigung für seine Taten sein soll.


Ich unterstütze unter anderen die Online-Petition, weil ich trotz allem, was mir widerfahren ist, der Meinung bin, dass Prävention bei potentiellen Tätern wichtig und auch der einzige Ansatzpunkt ist, wo man ansetzen muss, unsere Kinder zu schützen. Ich bin der Meinung, dass meine Tochter noch leben könnte, wenn der Staat aufmerksamer gewesen wäre und den Täter nicht nur von A nach B geschoben hätte. Man hätte ihm mit fachlicher Unterstützung die Möglichkeit geben sollen und müssen, seine Probleme zu erkennen, damit er sie nicht an einem unschuldigen Kind auslässt.

Ich finde eure Arbeit bewundernswert und werde euch, so gut ich kann, unterstützen.

Alles Liebe wünscht

Nora mit Angelina im Herzen.

PS. Ich habe eure Seite mit der Homepage von meiner Tochter www.Angelina-im-Herzen.de verlinkt und hoffe, so etwas dazu beitragen zu können.

 



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